Bruno Martin

Bruno Martin, Jahrgang 1946, erforscht seit 50 Jahren die Welten des Bewusstseins. Dabei inspirierten ihn Lehrer und Lehrerinnen der unterschiedlichsten Traditionen und Kulturen.

Den hauptsächlichen Einfluss auf sein Wirken hat der 4. Weg des armenischen Philosophen G. I. Gurdjieff und seiner Nachfolger, insbesondere des britischen Mathematikers und Philosophen John G. Bennett. In dessen „Akademie für lebenslanges Lernen“, dem Sherborne House, studierte Bruno bereits 1972 die Philosophie und Techniken Gurdjieffs. Aber auch buddhistische Methoden und der Zen-Buddhismus haben ihn früh geprägt.

Neben Gurdjieff gibt Bruno Martin in seinen Publikationen weiteren namhaften spirituellen Lehrern viel Raum, unter ihnen Alan Watts, Suzuki und Reshad Feild. Die Begegnungen mit ihnen mündeten in das von ihm erstellte „Lexikon der Spiritualität“. Darüber hinaus ist Bruno Autor zahlreicher weiterer Bücher rund um das Thema Bewusstsein. Ganz besonders zu betonen sind hier sicherlich die Praxis- und Übungsbücher als Grundlage für ein persönliches Arbeiten.

Mit 3.400 Werken in der eigenen Bibliothek verfügt Bruno Martin über ein enormes Wissen, betont dabei jedoch, dass Wissen auch verstanden werden muss!

Eine große Rolle innerhalb seines Schaffens spielt das Thema Selbst: du selbst sein, dich selbst wiederfinden, Selbst-Verantwortung und Selbst-Verwirklichung.

Bruno lebt mit seiner Frau Nana Nauwald in der Lüneburger Heide. Nana widmet sich dem Thema Bewusstseinszustände und verbindet dies mit der Kunst. Die Cover von Bruno’s Büchern sind größtenteils mit Auszügen aus ihren Werken gestaltet. Auch von ihr lässt er sich gerne inspirieren.

Das Selbst zu entwickeln sieht Bruno für uns alle als lebenslang notwendige Transformationsarbeit.

Interviewzusammenfassung:

Bruno Martin legt dar, dass es so etwas wie einen Funken geben muss, der einen veranlasst, sich mit dem Thema Bewusstsein zu beschäftigen. Diesen hat er bereits in jungen Jahren erfahren, als ihm das Buch „Auf der Suche nach dem Wunderbaren“ von P. D. Ouspensky, einem Schüler von G. I. Gurdjieff, in die Hände fiel. Fasziniert von der Lektüre, begab er sich früh nach Indien und Tibet. Dort erfuhr er, dass es noch direkte Schüler von Gurdjieff gibt, so dass er – zurück in Europa – bei John G. Bennett im Sherborne House landete. Er erzählt vom Leben und seiner Schulung dort, und dem Auftrag seines Lehrers, die Lehre in Deutschland weiterzuverbreiten.

Wir sprechen über Dogmatismus, der sowohl in seinen, als auch innerhalb der Lehren Gurdjieffs und seiner Schüler keine Rolle spielen sollte. Bruno Martins „Lexikon der Spiritualität“ ist eine subjektive Darstellung der unterschiedlichsten Weisheitslehren der Menschheitsgeschichte. Er erläutert uns deren „gemeinsamen Nenner“. Über die Movements, auch Heilige Tänze genannt, kommen wir auf Gruppenenergie und die Kraft geistiger Felder zu sprechen. Bruno erläutert die Möglichkeit, die Vorstellungskraft zu schulen – ein wichtiges Werkzeug in der heutigen Zeit.

Das Selbst zu entwickeln sieht Bruno Martin als eine lebenslang notwendige Transformationsarbeit an. Seine Praxis- und Übungsbücher können hierzu eine solide und wertvolle Stütze sein – wie sie am besten anzuwenden sind, verrät er uns im Interview.

geschrieben von

Conny