Amiyo Devienne

Amiyo Devienne ist Tänzerin, Choreographin, Tanzpädagogin und -therapeutin, ausgebildet unter anderem in psychophysischen Techniken (Esalen Institut, USA), in afrikanischem Tanz (Douala, Kamerun) und modernem Tanz (Frankreich). Die Gurdjieff-Movements studierte sie bei Avrom Altmann, einem direkten Schüler von John G. Bennett.

Amiyo lebte jahrelang in Indien, in der internationalen Kommune von Osho, wo sie eine einzigartige Verbindung der östlichen und westlichen Vision des Tanzens entwickelte.

Seit 30 Jahren vermittelt sie Amateuren und Profis auf der ganzen Welt ihre Erfahrung von Bewegung als Wissenschaft, als Kunst und als Werkzeug für inneres Wachstum. Amiyo leitet Seminare in Frankreich, in Deutschland (München, Bielefeld, Köln), in Indien (New Delhi, Dharamsala), in der Ukraine, in Russland (Moskau, St. Petersburg, Sibirien) und in den Vereinigten Staaten (New York, Boulder). Im Jahre 2002 lehrte sie am Carolyn Carlson-Institut „Academia Isola Danza“.

Amiyo Devienne choreographierte und leitete über 50 öffentliche Aufführungen, 30 davon waren Aufführungen der Gurdjieff-Movements.

Interviewzusammenfassung:

Das Leben habe ihr den Weg zu Gurdjeff‘s Movements gewiesen, meint Amiyo Devienne. Seit dem Auftrag ihres damaligen Lehrers Osho, innerhalb von 3 Tagen ein 5-Tages-Seminar zu den Movements auf die Beine zu stellen, haben sie diese Bewegungen – die ihr von Anfang an Gänsehaut bereiteten – nicht mehr losgelassen.

Einige wegbereitende Ereignisse führten sie zu einem erstmalig öffentlich veranstalteten Seminar in Santa Fee, zu ihrem Lehrer und bis heute guten Freund Avrom Altmann. Wertvolles Quellmaterial erhielt sie von Dushka Howarth, der Tochter von Monsieur Gurdjeff, die zusammen mit ihrer Mutter Jessmin Howarth das Gurdjieff Archiv in New York zusammengetragen hatte. Amiyo hatte außerdem das Glück, Alain Kremski als besten Pianisten der Gurdjieffschen Musik bis kurz vor seinem Tod für ihre Arbeit an der Seite zu haben. Ein Ausschnitt einer Aufführung, die von ihm begleitet wurde, wird uns zur Verfügung gestellt.

Amiyo erzählt uns von der Geschichte Gurdjieffs, der 20 Jahre lang in Zentralasien bis Indien auf der Suche nach Antwort auf die Frage „Warum sind wir hier?“ unterwegs war und in geheimen Klöstern, Tempeln und unterschiedlichen spirituellen Schulen die Ursprünge der Movements und ihrer Musik fand. Sie erläutert uns die Lehre rund um die Movements, einschließlich der verschiedenen Linien, die sich nach Gurdjieffs Tod entwickelt haben.

Wir erfahren von sehr unterschiedlichen Movements und deren Qualitäten, wie sie wirken und welche Ziele damit verfolgt werden. Die Gurdjieff-Movements sind eine Wissenschaft, keine Kunst, wie uns Amiyo Devienne versichert. Mit dem Praktizieren der Movements werde die Erfahrung gemacht, sich unabhängig von äußeren Umständen machen zu können und kreativ sein zu können im Angesicht des Unbekannten. In der Gruppenarbeit lässt sich Kommunion in Präsenz erfahren, eine Aussage, die auf den unschätzbaren Wert von Gruppenarbeit hindeutet.

geschrieben von

Conny